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Franz Kafka und seine Stadt
In Prag wurde Franz Kafka 1883 geboren, hier besuchte er seine Schulen, an der hiesigen Universität studierte und promovierte er zum Doktor der Jurisprudenz.


Das Geburtshaus
Franz Kafkas Geburtshaus, ein einfaches, zweistöckiges Wohnhaus an der Nordwestseite des Altstädter Rings, liegt am Rande des damals noch bestehenden Prager Ghettos. Hier kam am 3. Juli des Jahres 1883 Franz Kafka zur Welt, als erstes von sechs Kindern des jungen Ehepaars Hermann und Julie Kafka.


Kafkas Urteil
In einer legendären Septembernacht des Jahres 1912 brachte Kafka im Haus Zum Schiff die Schlüsselerzählung Das Urteil zu Papier, „wie eine regelrechte Geburt mit Schmutz und Schleim bedeckt“. Kafka hatte Das Urteil Felice Bauer zugeeignet, deren Anfangsbuchstaben mit den Initialen von Frieda Brandenfeld übereinstimmen, der Gestalt der Verlobten in der Geschichte.


Der Heizer
Ungefähr zwei Wochen, nachdem Kafka die Konzeption des Verschollenen vorübergehend aufgegeben hatte, kam er beim Überlesen des bisher Vorliegenden zu der unwiderlegbaren Überzeugung, daß allein das erste Kapitel des Romans, der Heizer, aus innerer Wahrheit herkomme, also publikationswürdig war.


Im Café Arco
Im Herbst 1907 eröffnete der aus Reichenberg stammende Cafetier Josef Suchánek in der Nähe des damaligen Prager Staatsbahnhofes ein Etablissement, das bald zur Anlaufstelle so bedeutender Künstler wie Max Švabinský, Bohuslav Kubišta oder Friedrich Feigl wurde. Bekannter ist das Arco freilich als Kaffeehaus der Prager deutschen und jüdischen Schriftsteller, so verkehrten hier Willy Haas, Paul Kornfeld, Hans und Franz Janowitz, Rudolf Fuchs und Otto Pick.


Über Die Verwandlung
Als Franz Kafka eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett – nein, keineswegs zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt, aber doch mit dem Gedanken daran im Kopf, der ihn nicht mehr loslassen sollte.


Über das Oppelt-Haus
Im November 1913 bezieht die Familie Kafka eine Vierzimmer-Wohnung im 4. Obergeschoß des Oppeltschen Hauses. Den Grund für die Übersiedlung vom mondänen Haus zum Schiff am Moldauufer auf den Altstädter Ring kennen wir nicht.


Kafkas Geliebte Milena Jesenská
Mit ihr ist die wohl berühmteste Liebesgeschichte in der Prager Literaturszene verbunden: Milena Jesenská (1896–1944) war die tschechische Geliebte Franz Kafkas.


Im Goldenen Gäßchen
Zu den wohl bekanntesten Kafkastätten in Prag zählt das kleine Häuschen im Goldenen Gäßchen Nr. 22 auf der Prager Burg. Um die Mitte des Jahres 1916 hatte sich Kafka mit seiner Schwester an diesen malerischen Ort begeben, um eine ruhige Klause zum Schreiben zu finden: „Zum Spaß fragten wir in dem kleinen Gäßchen nach. Ja, ein Häuschen wäre im November zu vermieten“.


Kafka in Wien
Wien – für die Untertanen seiner apostolischen Majestät war die Kaiserstadt ein pulsierendes Kraftzentrum, der Mittelpunkt eines festgefügten und auf die Ewigkeit ausgerichteten Staatswesens.


Über Kafkas Landarzt
Nach einer zweijährigen Schaffenspause kam Kafkas Schöpferkraft im Winter 1916/17 in der Stille des Goldenen Gäßchens zu einem neuerlichen Ausbruch, was die Entstehung einer Serie von Prosastücken zur Folge hatte. Damals entstanden unter anderem jene elf Geschichten, die dann 1919/20 den Bestand des Bandes Ein Landarzt bildeten.


Über Betrachtung
Die Luft ist kaum erträglich im Motorraum der Prager Asbestwerke Hermann & Co. Die Hitze des Augusttages dringt aus der Fabrikhalle herein, es riecht nach Gas. Seit zwei Stunden schon arbeiten der Werkmeister und der Heizer fieberhaft; sie fluchen: Der Motor will einfach nicht zünden!


Als Kafka die Schulbank drückte
Es ist nicht allzuviel, was wir von Kafkas Schulzeit wissen. Das Wenige entstammt Mitteilungen in seinen Briefen, insbesondere seinem 1919 verfaßten Brief an den Vater.


Das Schloß
Ende Januar 1922 nahm Kafka die Arbeit an seinem letzten monumentalen Werk auf, dem Roman Das Schloß. Das Werk blieb jedoch unvollendet und wurde erst nach Kafkas Tod im Jahr 1926 von seinem Freund Max Brod aus dem Nachlaß herausgegeben.
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