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Ein Dichter und seine Stadt
In Prag wurde Franz Kafka 1883 geboren, hier besuchte er seine Schulen, an der hiesigen Universität studierte und promovierte er zum Doktor der Jurisprudenz.


Das Geburtshaus
Franz Kafkas Geburtshaus, ein einfaches, zweistöckiges Wohnhaus an der Nordwestseite des Altstädter Rings, liegt am Rande des damals noch bestehenden Prager Ghettos. Hier kam am 3. Juli des Jahres 1883 Franz Kafka zur Welt, als erstes von sechs Kindern des jungen Ehepaars Hermann und Julie Kafka.


Ein Denkmal für Franz Kafka
Fast achtzig Jahre hat es gedauert, ehe man Franz Kafka in Prag ein Denkmal errichtete. Erst 2003, anläßlich seines 120. Geburtstages, wurde ein über drei Meter hohes Bronzestandbild enthüllt. Der preisgekrönte tschechische Bildhauer Jaroslav Róna


Kafka im Grandhotel
In einer legendären Septembernacht des Jahres 1912 brachte Kafka im Haus Zum Schiff die Schlüsselerzählung Das Urteil zu Papier, „wie eine regelrechte Geburt mit Schmutz und Schleim bedeckt“. Kafka hatte Das Urteil Felice Bauer zugeeignet, deren Anfangsbuchstaben mit den Initialen von Frieda Brandenfeld übereinstimmen, der Gestalt der Verlobten in der Geschichte.


Im Café Arco
Im Herbst 1907 eröffnete der aus Reichenberg stammende Cafetier Josef Suchánek in der Nähe des damaligen Prager Staatsbahnhofes ein Etablissement, das bald zur Anlaufstelle so bedeutender Künstler wie Max Švabinský, Bohuslav Kubišta oder Friedrich Feigl wurde. Bekannter ist das Arco freilich als Kaffeehaus der Prager deutschen und jüdischen Schriftsteller, so verkehrten hier Willy Haas, Paul Kornfeld, Hans und Franz Janowitz, Rudolf Fuchs und Otto Pick.


Über das Oppelt-Haus
Im November 1913 bezieht die Familie Kafka eine Vierzimmer-Wohnung im 4. Obergeschoß des Oppeltschen Hauses. Den Grund für die Übersiedlung vom mondänen Haus zum Schiff am Moldauufer auf den Altstädter Ring kennen wir nicht.


Kafkas Muse Milena
Mit ihr ist die wohl berühmteste Liebesgeschichte in der Prager Literaturszene verbunden: Milena Jesenská (1896–1944) war die tschechische Geliebte Franz Kafkas.


Im Goldenen Gäßchen
Zu den wohl bekanntesten Kafkastätten in Prag zählt das kleine Häuschen im Goldenen Gäßchen Nr. 22 auf der Prager Burg. Um die Mitte des Jahres 1916 hatte sich Kafka mit seiner Schwester an diesen malerischen Ort begeben, um eine ruhige Klause zum Schreiben zu finden: „Zum Spaß fragten wir in dem kleinen Gäßchen nach. Ja, ein Häuschen wäre im November zu vermieten“.


Franz in Wien
Wien – für die Untertanen seiner apostolischen Majestät war die Kaiserstadt ein pulsierendes Kraftzentrum, der Mittelpunkt eines festgefügten und auf die Ewigkeit ausgerichteten Staatswesens.


Das Schloß in Kafkas Schloß
Ende Januar 1922 nahm Kafka die Arbeit an seinem letzten monumentalen Werk auf, dem Roman Das Schloß. Das Werk blieb jedoch unvollendet und wurde erst nach Kafkas Tod im Jahr 1926 von seinem Freund Max Brod aus dem Nachlaß herausgegeben.
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